Die Konzerte der Lübecker Knabenkantorei

Die Lübecker Knabenkantorei

ist in der Backstein-Kathedrale St. Marien in zahlreichen Gottesdiensten und Konzerten zu erleben. Neben den vier Weihnachtssingen mit tausenden Besuchern aus ganz Deutschland und der Welt gehören die jährlichen Aufführungen der Bach’schen Johannespassion und verschiedener Kantaten von Dieterich Buxtehude zu den musikalischen Höhepunkten. Im Sommer etablierte die Kantorei die Konzertreihe NachtKlänge mit Gregorianischen Chorälen, Orgelmusik und Percussion.

Außerdem studiert Chorleiter Karl Hänsel mit seinem Chor jährlich wechselnde Programme vorwiegend Geistlicher Chormusik ein, mit denen das Ensemble auch seine Konzertreisen durch Deutschland und Europa bestreitet. So reisten die jungen Sänger im Oktober 2011 durch den Rheingau, Franken und die Oberpfalz mit Auftritten u.a. in Wiesbaden, Bayreuth und Regensburg und waren im April 2011 Gast beim „Festival de musique sacrée contemporaine“ in Rouen.

Das Traditionelle Weihnachtssingen

Seit 1948 ist das Weihnachtssingen der Lübecker Knabenkantorei eine feste Tradition im Lübecker Musikleben. Über die Jahre hinweg kamen immer mehr Menschen, um den unverwechselbaren Stimmen der jungen Sänger zu lauschen, sodass das Programm nun bereits an vier Abenden im Advent erklingt. Wie immer erwarten die Zuhörer sowohl festliche als auch besinnliche Klänge in der vom Kerzenschein erleuchteten Marienkirche.

Bei den Weihnachtssingen wird der ganze Raum der Marienkirche von unterschiedlichen Stationen aus erfüllt mit dem einzigartigen Klang der Knabenstimmen: Eine wunderbare Einstimmung zum Weihnachtsfest und ein Ruhepunkt im Trubel der Adventszeit. Dieses Jahr wird erstmals Karl Hänsel die Auftritte dirigieren. Begleitet werden die jungen Sänger an der Orgel von Marienorganist Johannes Unger.

Es erklingen altbekannte und neu entdeckte Advents- und Weihnachtslieder in farbigen Sätzen – vom Barockkomponisten Michael Praetorius, über Max Bruch und Günter Raphael bis ins 21. Jahrhundert. Auch Karl Hänsel hat zwei Lieder für das Weihnachtssingen arrangiert.

Die 1724 in Leipzig uraufgeführte Johannespassion

aus der Feder des Thomaskantors Johann Sebastian Bach stellt einen Höhepunkt in der Entwicklung der musikalischen Bearbeitungen der biblischen Passionstexte dar. Schon in der mittelalterlichen Kirche war während der Passionswoche der Vortrag über das Leiden und Sterben Jesu Christi in die Liturgie eingebunden. Um die Bedeutung dessen hervorzuheben, wurde der Text jedoch nicht nur verlesen, sondern man begann im fünften Jahrhundert damit, ihn singend vorzutragen. Dies war natürlich noch weit entfernt von der heute gewohnten Praxis. Denn nur eine Person, in der Regel der Priester, rezitierte die Evangelien-Texte auf einem sogenannten Rezitationston. Erst einige Jahrhunderte später sind Entwicklungen dieser ursprünglichen Praxis so weit gediehen gewesen, dass man den gesungenen, unbegleiteten Vortrag auf wenige Rollen verteilte – meist ein Erzähler und Christus. Und auch die Menschengruppen, wie das Volk oder die Hohenpriester, stellte man als singende Gruppe dar. Heute werden diese Teile zum Einen von Instrumenten getragen, zum Anderen von verschiedenen freien musikalischen Teilen eingerahmt. Arien und Choräle betrachten das Geschehen und bieten Raum, über die Passionsdarstellung nachzudenken.
Außerdem ist der Bestimmungsort für eine Passion, auch wenn sie, wie bei Bach, ausdrücklich für den Gottesdienst bestimmt war, nicht mehr ausschließlich auf den liturgischen Gebrauch begrenzt. Und nicht einmal mehr das kirchliche Gebäude ist für eine Passionsmusik-Aufführung obligatorisch.

Verteilt auf fünf durch ein Orchester begleitete Solisten und einen Chor erklingt immer am Karfreitag im Hochchor der Marienkirche in Lübeck die Johannespassion von Johann Sebastian Bach. Das Konzert beginnt um 19 Uhr. Auch der öffentlichen Generalprobe am Gründonnerstag um 19 Uhr können Interessierte beiwohnen. Aufgrund des begrenzten Platzangebotes im Hochchor empfehlen wir, die Eintrittskarten vorab im Vorverkauf oder online zu erwerben.

NachtKlänge

Auch in diesem Jahr haben Chorleiter Karl Hänsel und die Männerstimmen der Lübecker Knabenkantorei Musikliebhaber zu später Stunde in die Marienkirche eingeladen. Bei den beiden NachtKlängen I und II in der Lübecker Marienkirche haben die Sänger eine Collage aus Literatur für Männerchor, Orgelmusik und Improvisation in die sommernächtliche Kathedrale gezaubert.

Buß- und Bettag

Schon traditionell gehört ein musikalischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag, der in diesem Jahr am Mittwoch, dem 22. November 2017, in St. Marien gefeiert wird. Die Lübecker Knabenkantorei widmet sich seit Jahren besonders der Pflege des Kantatenwerks von Dieterich Buxtehude. Immer wieder standen und stehen die Vokalkompositionen auf dem Probenplan.

Für Konzerte der Lübecker Knabenkantorei können Sie Tickets im Vorverkauf, an der Abendkasse und online über unseren Ticketpartner ReserviX erwerben. Kurzentschlossene Konzertbesucher haben die Möglichkeit, ihr Ticket zu Hause zu drucken.

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